Liebes Publikum, liebe Freunde und Partner des Instituts für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien,

in der fünften Ausgabe unseres Musik-Podcasts spielen zwei Dozentinnen des Konservatoriums in Kasan (Republik Tatarstan / Russlandische Föderation) energiegelade Musik von Sofia Gubaidulina.

Sofia Gubaidulina (*1931), die wohl bekannteste Komponistin tatarischer Herkunft, wuchs in Kasan auf. In der Hauptstadt Tatarstans besuchte sie eine Musikschule und absolvierte ihr Klavier- und Kompositionsstudium am Konservatorium, bevor sie sich in Moskau und später in Deutschland niederließ (heute lebt sie in Appen bei Hamburg).

Gubaidulinas Interesse für die tatarische Volkslmusik schlug sich unter anderem in ihren drei Zyklen „Nach Motiven aus der tatarischen Folklore“ (1977) nieder – das sind insgesamt 15 charakteristische Stücke für Klavier und Dombra (eine Zupflaute).

Die Erstaufführung fand im Jahre 1993 auf einem Gubaidulina-Festival in Kasan statt. Die Domra-Virtuosin Gusel Muhametdinowa, die zusammen mit der Pianistin Jusefina Sokolskaja das Werk uraufführte, war damals Meisterstudentin am Kasaner Konservatorium. Nun ist sie Professorin in ihrer Alma Mater, wie auch ihre Klavierpartnerin, mit der sie im Januar dieses Jahres alle Stücke aus dem Zyklus von Gubaidulina der youtube-Community zur Verfügung gestellt hat. Wir hören daraus Nr. 9 und Nr. 1.

Mehr über das Leben und Schaffen Sofia Gubaidulinas findet sich in unserer Rubrik „Veröffentlichungen“.

Foto der Komponistin Sofia Gubaidulina: Jelena Jeremenko / classicalmusicnews.ru